1964 - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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1964

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1964 - Uraufführung von Mommers "Missa Regina Coeli"

12.01. Eupen, Kolpinghaus Weihnachtsfest mit Chorgesang und Theater > Presse | Programm (PDF)
19.01 Eupen, Klosterkapelle Garnstock Abschlussfeier der Weihnachtszeit
25.02. Eupen, Kolpinghaus MCE-Rosenmontagsball > Einladung an ST Prinz Karneval (PDF)
11.04. Eupen, Kurhotel Pauquet Auftritt bei der Charterfeier der "Table Ronde" - Dankesschreiben (PDF)
18.04. Eupen, St. Nikolaus Abschied von Bürgermeister und MCE-Gönner Hugo Zimmermann - Totenzettel (PDF)
02.05. Walhorn,  Dorfsaal Osländer Auftritt beim Jubelabend zum 100-Jährigen des Kirchenchores
03.05. Walhorn, Pfarrkirche Festhochamt und Uraufführung der "Missa Regina Coeli" von Willy Mommer
07.05. Eupen, Klosterkirche Abschied von Chorbruder und Archivar Andreas Ortmann - Totenzettel (PDF)
23.05. Lontzen, Festzelt
Auftritt beim Jubelabend zum 100-Jährigen des Kirchenchores
31.05. Eupen, Nikolauspfarre Teilnahme an der Fronleichnamsprozession
5.-6.09. Oberwesel/Rhein (D) Jahresausflug mit Hochamt & Kurkonzert.  Einkehr bei einem Eupener Freund (PDF)
20.09. Eupen, Klosterkirche/Kolpinghaus Dekanatstreffen der Kirchenchöre  - Programmflyer (PDF)
07.10. Gemmenich, Saal Schifflers Auftritt beim Instrumental- und Vokalkonzert - Presse (JPEG)
24.-25.10. Gelsenkirchen-Buer (D), Erler Hof & Pfarrkirche St. Barbara Konzertfahrt zum Festabend des "Jungen Chor Gelsenkirchen" und  Gestaltung des Hochamtes
22.11. Recht, "Eifler Hof" Konzertauftritt beim Cäcilienfest des Kirchenchores (s. unten)
20.12. Eupen Serenade zum 80. Geburtstag von Sangesbruder Heinrich Gilles
25.12. Eupen, Klosterkapelle Garnstock Gestaltung der Christmette (4 Uhr in der Frühe) - Aufführung  "Missa Regina Coeli"  > Mehr
25.12.
Eupen, Kapelle Heidberg
Gestaltung der weihnachtlichen Frühmesse > Mehr
25.12.
Eupen, Klosterkirche
Gestaltung des Festhochamtes - Aufführung der "Missa Regina Coeli"  > Mehr
26.12.
Eupen, Klosterkirche
Gestaltung des Festhochamtes mit dem Knabenchor des Collège Patronné > Presse (PDF)

"Zirkus Charlie Rivel"
Wieder waren wir dem Wunsche der Kolpingfamilie nachgekommen und hatten unter dem Namen „Zirkus Charlie Rivel“ am 25. Februar 1964 einen Rosenmontagsball angesagt. Der Saal war überfüllt, die Stimmung geradezu grandios, wenn nicht turbulent. Sollte man da die nötige Ruhe bekommen und einen Auftritt wagen? Weshalb nicht? Und so traten sie denn auf, die Rivels, am Klavier begleitet von unserem Dirigenten. Der Erfolg blieb auch nicht aus. Die beste Reklame für den nächsten Rosenmontagsball…
Quelle: MCE-Protokollbuch
Abschied von Bürgermeister Hugo Zimmermann
Den beiden Eupener Männerchören unseres Herrn Dirigenten war die Bitte vorgetragen worden,  am 18. April 1964 an den Beisetzungsfeierlichkeiten aktiv teilzunehmen. Das Kgl.  Männerquartett und unser Chor kamen dann auch der Bitte nach und sangen am offenen Grabe ihres „Gönners“ das Gnädig und barmherzig sowie das Media Vita, nachdem sie mit dem Trauerzug auf dem Friedhof angelangt waren.
Weitere Infos:
Quelle: MCE-Protokollbuch

"Missa Regina Coeli"

Sakrales Chorwerk der Extraklasse in neun Tagen komponiert !
"Dem Gedenken meines Vaters und meiner Schwester Else gewidmet"
Willy Mommer Jun. schuf in der Zeit vom 30. Dezember 1963 bis 8. Januar 1964 ein "interessantes Werk, das durch seinen modernen Aufbau und die originelle Melodienführung - besonders den stark ausgeprägten Mittelstimmen - wie auch durch seine straffe Phrasierung besticht...."
Quelle: GrenzEcho
2. Mai 1964 – Jubelabend in Walhorn zum 100-Jährigen des dortigen Kirchenchores
Im Auftrag des Kulturministeriums stand es uns zu, den Jubelabend der 100-Jahrfeier des Walhorner Kirchenchores mitzugestalten. Mit kompletter Mannschaft sangen wir ein einstündiges Konzert. Dirigent, Chor und Solisten ernteten reichlich Beifall und manche Zugabe war fällig. Ein geselliger Abend, der für manchen bis in den frühen Morgen hinein andauerte.
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3. Mai 1964 – Festhochamt in Walhorn / Uraufführung der „Missa Regina Coeli“ unseres Dirigenten Willy Mommer
Mit Spannung erwartete man die Uraufführung dieser A-Cappella-Messe unseres Herrn Dirigenten. So sah man vor dem Hochamt bekannte Gesichter von nah und fern, die den Weg nach Walhorn gefunden hatten, um diese Uraufführung mitzuerleben.  Obwohl die Stimmen am Vortag nicht geschont worden waren, durfte der Chor stolz sein, die neue Messe seines Dirigenten so gut gebracht zu haben. Nach dem Hochamt konnte unser Dirigent dann auch sichtlich zufrieden zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Die Messe hatte außerordentlichen Anklang gefunden und Stimmen wurden laut, dass man eine Aufführung in der Eupener Klosterkirche sehr bald erwarte.
Beim anschließenden Frühschoppen ging es wieder gemütlich zu. Bekannte Lieder ertönten bald vom Jubelchor, bald von uns und manches Lied erklang gemeinsam durch den Saal. Gegen Mittag erwartete uns dann eine deftige kalte Platte, die wohl eine gute Unterlage für die Sänger bedeutete, die es sich nicht nehmen ließen, noch nach Lontzen zu fahren, um dort für das bevorstehende Konzert Reklame zu machen.
Zwei anstrengende Tage lagen hinter uns, doch der Erfolg und der Anklang, den unsere Darbietungen fanden, ließen manche Mühe und manche Müdigkeit vergessen. Das gibt Mut zu weiteren Taten!
Quelle: MCE-Protokollbuch

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Sinngemäß und klanglich gut abgestufte Wiedergabe

Nach der Uraufführung schrieb das GrenzEcho:
Am Sonntag erlebte in der Pfarrkirche von Walhorn anlässlich des feierlichen Hochamtes zum hundertjährigen Bestehen des dortigen Cäcilien-Gesangvereins die Missa Regina Coeli von Willy Mommer jr. ihre Uraufführung durch den Kgl. MGV Marienchor, Eupen.
Der Komponist hatte die Messe dem Gedenken seines Vaters gewidmet, der von 1910 bis 1920 in Walhorn seine erste Organistenstelle bekleidete und auch Dirigent des dortigen Kirchenchores war.
Die Missa Regina Coeli ist ein interessantes Werk, das durch seinen modernen Aufbau und die originelle Melodienführung - besonders den stark ausgeprägten Mittelstimmen - wie auch seine straffe Phrasierung besticht.
Willy Mommer hat es trotz der modernen Auffassung der Messe erfreulicherweise vermieden, ins Atonale abzugleiten, sodass weder die Ausdrucksformen noch die Klangfarbe für das Ohr verletzend wirken. Er erzielt glückliche Gegensätze in der Tonalität durch die wechselnde Schreibweise in Dur und Moll: das Kyrie und Sanctus sind im 3/4 Takt, die anderen Sätze im 4/4 Takt geschrieben. Breit ausladend sind das Kyrie und Credo; das betende "Religioso" des Benedictus kontrastiert glücklich zu dem rhythmischen lebhaften Sanctus. Sehr wirkungsvoll ist das klangvolle Agnus Dei mit dem getragenen Grundton der Bässe und der transparent gezeichneten Gegenmelodie der ersten und zweiten Tenöre.
Unter der Leitung des Komponisten brachte der Kgl. Marienchor eine sinngemäß und klanglich gut abgestufte Wiedergabe des in mancher Hinsicht beachtlichen Werks seines Dirigenten.
Es fand bei den zahlreichen Kirchensängern, die dem Hochamt beiwohnten, starken Anklang.


Abschied von Sangesbruder Karl Ortmann
An diesem 7. Mai 1964 erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser langjähriger Sänger und Archivar, Herr Karl Ortmann, im Alter von 67 Jahren aus diesem Leben geschieden war. Lange Jahre hatte er durch seine sachliche Art immer wieder die Sympathien der Sänger erworben, verstand er es doch immer den Tatendrang der jüngeren Sänger zu bremsen und den Chor zu einer Familie zu gestalten. Er war ein Sänger von altem Schrot und Korn, der manchem in fleißigem Probebesuch ein nachahmendes Beispiel gewesen sein dürfte. Am 14. Mai 1964 folgten ihm beide Vereine (das  Kgl. Männerquartett und der Marienchor), denen er angehörte, auf seinem letzten Weg. Am offenen Grabe sangen wir gemeinsam das „Gnädig und barmherzig“ und den „alten Sänger“. Möge er ruhen in Gottes Frieden.
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Quelle: MCE-Protokollbuch
Jubelabend Lontzen
Der Jubelabend am 23. Mai 1964 fand in einem Zelt statt. Wir sangen wieder im Auftrag des Kulturministeriums. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt und es stand uns ein Mammutprogramm bevor. Der Marienchor trat zweimal auf und konnte für seine ausgezeichneten Darbietungen überaus reichlichen Applaus und lobende Worte der Anerkennung ernten. Obwohl das Programm bis nach Mitternacht abrollte war es doch abwechslungsreich und von hohem künstlerischem Niveau. Unsere Teilnahme an diesem Jubelabend dürfte dem Chor neue Freunde geworben haben.
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Quelle: MCE-Protokollbuch
Konzertfahrt nach Gelsenkirchen
Sollten wir in Gelsenkirchen neue Freunde und Freundinnen finden? Der Junge Chor Gelsenkirchen hatte uns am 24. und 25. Oktober 1964 eingeladen, die Feier seines ersten öffentlichen Auftritts mitzugestalten. Wir hatten prompt dieser Einladung Folge geleistet und das Rehpfefferessen fahren lassen….
Ja, wir fanden neue Freunde! Es waren Gastgeber, wie sie im Buche stehen, die alles mitmachten und keine Mühe scheuten, für Gemütlichkeit und Ungezwungenheit zu sorgen. Nach der Quartiereinteilung trafen wir uns im Erler Hof, wo das Konzert stattfinden sollte. Wie aus Zeitungsartikeln ersichtlich, dürfen wir auf unser Auftreten in Gelsenkirchen gewiss stolz sein. Kritiker von Ruf scheuten es nicht, voll des Lobes ihre Anerkennung zu bezeugen. Der Dirigent, die Solisten und der Chor hatten einen vollen Erfolg erzielt. Dies hob dann auch die Stimmung beim folgenden Sängerball. Man kam nicht aus der Gewohnheit: die einen tanzten, andere gaben sich mit dem Gott Bacchus ein Stelldichein. Wieder andere hatten etwas Besseres gewittert und ließen es auf einen kleinen Flirt ankommen. Doch alle hielten es aus bis in die Früh‘.
Anderentags sangen wir in der Sankt Barbarakirche die „Missa Regina Coeli“ unseres Herrn Dirigenten. Wir hatten seitlich vor der Kommunionbank Aufstellung genommen: etwas ungewöhnlich. Doch sollte es keinesfalls die Aufführung dieser einzigartigen Messe unseres Dirigenten beeinflussen. Es klappte ausgezeichnet. Da das Hochamt auf 11.15 Uhr festgesetzt worden war, blieb keine Zeit, einen ausgiebigen Frühschoppen zu halten. Doch es sollte noch toller kommen. Nach dem Mittagessen fanden wir uns alle wieder im Erler Hof ein, auch der Junge Chor Gelsenkirchen-Buer. Hier rollte dann ein bunter Sonntagnachmittag, der „sich gewaschen hatte“. Jeder tat sein Möglichstes und trug an der Unterhaltung bei. Immer wieder wurde die Abfahrt hinausgeschoben. Um 6 Uhr war dann höchste Eisenbahn und es hieß Abschied nehmen. Manchem fiel es sehr schwer… Nach einer Zwischenstation in Jülich, die natürlich wieder länger dauerte, als vorgesehen, trafen wir kurz nach 11 Uhr in Eupen ein.
Eine erfolgreiche Konzertfahrt, zwei unterhaltsame Tagen lagen hinter uns und die Freude auf ein baldiges Wiedersehen mit dem „Jungen Chor“ ist wohl bei allen groß, bei manchen riesengroß.
Weitere Infos:
Quelle: MCE-Protokollbuch
 
"Monsterprogramm" in Recht
Dass man in Recht zu feiern versteht, wussten wir aus Erfahrung und so standen wir dieses Jahr am 22. November wieder auf der Bühne und durften im Auftrag des Ministeriums ein „Monster“-Programm singen, welches in der Presse außerordentlichen Anklang fand. Gleich nach dem Konzert wurde uns die Frage gestellt, ob wir auch im nächsten Jahr gewillt seien, wiederum ein Konzert zu geben. „Weshalb nicht“, hörte man sagen, „bei einem guten Glas Bier, einer deftigen Suppe mit belegten Brötchen, gastfreundlichen Menschen und einer überaus attraktiven Zwei-Mann-Kapelle lässt es sich schon aushalten“. Als wir kurz nach Mitternacht abfuhren, sagte man sich „Auf Wiedersehen im kommenden Jahr“!
Weitere Infos:
Quelle: MCE-Protokollbuch
"Opa Gilles" wird 80
Schon lange hatte sich „Opa Gilles“ – wie er von den Jüngeren unter uns genannt wurde – auf unser Ständchen gefreut. Trotz eisiger Kälte und heftigem Wind erschien er am 20. Dezember 1964 an der Haustür, um sich „Im Abendrot“ und „Das Morgenrot“ nicht nur anzusehen, sondern anzuhören. Spontan wurden wir ins Haus gebeten, wo noch viele Lieder ertönten, die das Herz eines alten Sängers und seiner Angehörigen erfreuten. Auch das Geburtstagskind trug zur allgemeinen Unterhaltung bei. Es war ein urgemütlicher Abend, aus dem wohl manche Braut vergebens auf ihren singenden Bräutigam gewartet haben dürfte…
Quelle: MCE-Protokollbuch

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