ABC für Kirchensänger - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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ABC für Kirchensänger

Über uns > Musik > Heinz Piront > Zehn Fragen zu Beginn

A LLER ANFANG ist schwer - für einen jungen und auch immer wieder für einen älteren Chor.

B ESCHEIDENHEIT macht beliebt und sollte für jeden Sänger selbstverständlich sein.  Denn alle Begabung kommt von Gott, Ausbildung und Können aber verpflichten zum Dienst an der Gemeinschaft.

C HORAL ist trotz einfacher Melodieführung eine Musik für Kenner und Könner.

D IRIGENT sein heißt eine hohe Verantwortung tragen : die einheitliche, beseelte, bestmögliche vollendete Leistung des Chores ist in seine Hände gelegt.

E IFERSUCHT unter Sängern ist eine Krankheit, die dem Sänger die Freude, dem Gläubigen und Zuhörer die Erbauung und Gott die Ehre raubt.

F ALSCHE TÖNE stören den Eindruck des Gesangs - der falsche Ton und die fehlende Wärme in den Beziehungen zwischen den Chormitgliedern zerstören die Eintracht des Chores.

G ELEGENHEITSGÄSTE sind eine zweifelhafte Bereicherung für einen Chor.  Auch die beste Einzelleistung wird erst durch regelmäßige Zusammenarbeit zu einem wertvollen Teil der Gesamtleistung.

H EISERKEIT entschuldigt vom Mitsingen, nicht aber von geistiger Mitarbeit bei den Proben. Denn der wichtigste Teil der Probenarbeit wird von Verstand und Gedächtnis, nicht von den Stimmbändern geleistet.

I NSTRUMENTE können die Wirkung eine Gesangwerkes steigern, aber nur, wenn sie dem Gesang unterstützend dienen.

J UNGE MENSCHEN für den Chor zu gewinnen, wird gelingen, wenn sie die Freude und das Engagement der Mitglieder spüren.

K AMERADSCHAFTLICHER GEIST verpflichtet zur Pünktlichkeit, damit nicht immer einzelne ein größeres Opfer an Zeit bringen müssen als andere.

L EISE singen verlangt ebensoviel Beherrschung der Stimme wie laute Fülle des Tones und ist nicht weniger wichtig.

M ENSCHENLOB wird uns nie gleichgültig sein.  Wichtiger aber ist, dass wir uns bemühen und schließlich auch gegenseitig anerkennen, dass jeder sein Bestes gibt.

N OTENBLÄTTER sind eine Visitenkarte des Chores.  Sie dürfen Spuren der Arbeit, nicht aber der Unsauberkeit und Unordnung tragen.

O RGELSPIELEN heisst nicht nur die Luftsäulen in den Pfeifen, sondern auch die Herzen der Hörer in Schwingung versetzen; beides verlangt viel Können.

P ROBEN sind nicht nur ein 'notwendiges Übel', sondern bringen Wachstum und Reifen des Chores und Bereicherung jedes einzelnen Sängers.

Q UELLE allen rechten Chorsingens ist die Freude an der Musik und das Bewusstsein, dass unsere Stimme ein Geschenk Gottes ist.

R ESPONSORIEN verlangen nicht weniger Liebe und Sorgfalt als die großen Gesänge, denn sie sind unser Miteinstimmen in das Gebet des Priesters und der Gemeinde.

S OLISTEN dürfen sich ihres besondern Könnens freuen - und Ehre, wem Ehre gebührt.  Sie müssen sich aber bewusst sein, dass ihre Stimme dem Chorwerk ein- und dem Dirigenten untergeordnet werden muss.

SCH WEIGEN auf der Orgelempore ist ein Zeichen der Ehrerbietung im Hause des Herrn.

ST IMMUNG, rechte Stimmung, ist nicht nur bei den Instrumenten wichtig.  Auch jeder Sänger soll nur 'recht gestimmt' sein Werk beginnen.

T REMOLO im Chorgesang verrät schlechten Geschmack und die Absicht, sich aus dem Chorganzen herauszuheben.

U NAUFMERKSAMKEIT eines einzigen kann die mühevolle Arbeit vieler zunichte machen.  Erfolgreiche Gemeinschaftsleistung kommt nur bei ununterbrochener Aufmerksamkeit aller zustande.

V OLKSGESANG ist nicht Gesang zweiter Ordnung, sondern das einstimmige Lob Gottes des ganzen gläubigen Volkes.

W ORT GOTTES sind viele Texte, die wir singen.  Das Wort Gottes und unsere Antwort verlangen besondere Ehrfurcht und innere Anteilnahme.

X (Gs)ELLIGKEIT gehört mit zu unserem Chorleben.  Sie soll nicht zu kurz kommen und keiner soll sich ausgeschlossen fühlen.

Y OGA - als gemeinsame Chorübung könnte recht erheiternd wirken.  Aber chorische Stimmbildung hat - neben dem gleichen Effekt- auch eine unersetzliche Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des Chores.  Jeder Sänger sollte das erkennen.

Z USAMMENHALT ist Anfang und Ender aller Chorarbeit.  Nur wo Einklang der Herzen ist, dort wird auch Einklang der Stimmen sich finden.

(Aus 'Jubilate Deo' von Simon Dach)


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