Unerwarteter Probenbesuch - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Unerwarteter Probenbesuch

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Und auf einmal war er da!
Heiliger Nikolaus besucht Chorprobe
Eigentlich sollte es eine stramme Probe werden, so knapp vor dem großen Galakonzert. Pünktlich und vollzählig - wie immer? - legten Chorleiter Heinz Piront und seine Chorknaben die Liedpartituren bereit, als sich im Treppenhaus ein Glockenläuten bemerkbar machte. Rasch wurde alllen klar, was das Glockenläuten zu bedeuten hatte:  Es war Nikolaustag! Und der fiel dieses Mal genau auf den Probedonnerstag. Was danach geschah, ist rasch erzählt: es wurde ein "inniges Viertelstündchen", in dessen Verlauf der Chorleiter in den Mittelpunkt rückte..., während der eine oder andere Chorbruder auch noch schnell "einen mitkriegte"...
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"Heilige Worte"
Liebe gestandene Männer!
Liebe sitzende Männer!

Oh wie schön, dass ich heute Abend bei Euch zu Gast sein darf.
Seit langer Zeit schon liegen mir meine Engelchen, der Kutscher und mein treuer Muff-Hans in den Ohren, doch auch den Marienchor einmal an seiner Arbeitsstelle im Kolpinghaus, wo die Tat immer noch den Mann ziert, aufzusuchen.
Jahrelang war mein Heiliges Terminbuch derart vollgeschrieben, dass ich nicht zu euch kommen konnte und gezwungen war, mir Eure letzten CD’s reinzuziehen und ab und zu einen Blick auf Eure Website zu werfen.
Und dabei fiel mir vor wenigen Monden auf, dass Euer Chorleiter in wenigen Wochen Marienchor-Intonationen gegen Motorsägen und Trecker-Geknatter handeln wird, den Odem Eurer Männerkehlen gegen den Geruch von Ackerland und Viehzucht eintauscht, und dass er seine Partituren bald aus den vollen Windeln seiner Enkelkinder liest.

Lieber Notenangeber Heinz!
Bald wirst Du bei diesen Chorbrüdern hier das große „AMEL“ sprechen, um zurückzukehren, wo man sich am Deidenberg mehr als nur einen Schoppen gönnt, wo man jedem Medell nachblinzelt und es ins Halenfeld locken möchte, wo man mit Eibertingen um sich wirft, wo man sich mit hunderterlei Iveldingen auseinandersetzen muss, wo man sich Wereth, wenn im Rücken das Hochkreuz kratzt.

Um reiche Erkenntnisse haben dich die Eupener Jahre bereichert. Wie glücklich darfst Du sein, aufrecht dorthinauf zurückzukehren, wo weitläufiger Friede über Felder und Auen weht, wo Du für ein Sibemoll noch ein doppeltes Rebekar erhalten wirst.

Eine mutige Entscheidung, lieber Chorleiter Heinz! Nach 21 Jahren Venn-Überstiegen (niemals gab es ein „Venn“ und „Aber“), in deren Verlauf Du nicht nur in OPEL-DEI-Mission unterwegs warst, in deren Verlauf Du über 1000 Duvel-chen die Hörner aus dem Schaum getrunken und den Pilotenkoffer über unzählige Stufen und Bodendellen geschleppt hast.

Vieles ist bis hinauf zu meiner Wolke getragen worden im Laufe der letzten Jahre: Klingendes und Singendes.
Wie verlautet, hast Du stets zu allen vollbrachten Leistungen gestanden, während es der eine oder andere Sangesbruder vorzog, dabei sitzen zu bleiben. Du hast Dir die Finger wund dirigiert, das Hemd aus der Hose gesungen, den Leuchtstift geschwungen und mit dem Bleistift gezirkelt. Aber niemals führten Deine Einsätze zu Aussetzern.

Den Chor erwarten harte Zeiten, denn er wird lernen müssen, den moselfränkischen Dialekt des Ameler Hochlandes zu verdrängen, um sich an die Vokabeln des limburgischen Niederlandes Maas-voll zu gewöhnen. Aber ich sehe am glimmerden Sternhimmel „Voncken“ blitzen, die eine neue Ära einläuten werden. Mögen Sie dem Chor nicht bloß Schnuppen sein, sondern wie eine Milchstraße an ihnen hinunterfließen.

Lieber Heinz!
Bleib Eichenhardt und behalte gute Erinnerungen an Deine "Mädchen", Tenöre, Stimmbruch-Töner und an die besten Bässe, die Du jemals um die Ohren bekommen hast.
Und wenn Dir Deine liebste Alexa daheim vor dem Schlafengehen noch ein Hohes C anbietet, nimm es ohne Zögern an.
Hier darfst Du mit Genuss austrinken, was Dir der Chor bei mancher Gelegenheit verdrießlich zum Auslöffeln vorgetischt hat.
Viele glückliche und zufriedene Jahre in himmlischer Jöckelichkeit mögen Dir beschieden sein, bevor mein großer Vater das unumgängliche und definitive ver-wesentliche Auflösungszeichen über Dich setzen wird.

So gehabt euch wohl, singt Gott zur Ehr‘ und nicht dem Menschen zur Wehr, trinkt stets aus und lasst niemals halbvolle Gläser stehen.

In Nomine Nikolaus et Ioannis Muffus et Spiritus Klosmann – Amen!
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Quattro lamiere
Inzwischen hatten sich die vier Freunde von "Quattro lamiere" im Probelokal eingefunden, um mit uns zusammen, die Stücke für das Galakonzert am 15. Dezember zu proben. Was mit einer Überraschung begann, wurde mit konzentririerte musikalischer Arbeit fortgesetzt. Am Ende stand fest: lachen ist gesund und stimmt Seele und Geist auf beherzte musikalische Ausdrucksformen ein. Die guten Vorzeichen auf das Ehrenkonzert für Chorleiter Heinz stehen günstig ...
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Wir erinnern uns ....
Am 5. Dezember 2009 hatte unser Chorleiter bereits eine ganz persönliche Begegnung mit dem Heiligen Mann. Das war beim großen Galakonzert anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Ensembles "Quattro lamiere" im vollbesetzten großen Saal des Jünglingshauses. Weshalb ihn der Nikolaus an diesem Abend "in die Knie" bracht, haben wir inzwischen vergessen... Doch lesen Sie selbst unter diesem Link.
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