Discographie - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Tonträger als Kulturträger


Endlich hatte sich der Vorstand ein Herz genommen und alles in die Wege geleitet, einen Traum zu verwirklichen. Am 14. Dezember 1968 war es dann soweit: 26 Sänger fuhren zum Aufnahmestudio nach Brüssel.  26 Marienchörler nebst einem geliehenen Kontrabass begannen die Aufnahmen. Es wurde sich zunächst kurz eingesungen. Die Aufnahme des ersten Chorwerkes ging großartig. Leider wurde man dann nervös, ein Sänger steckte den anderen an. Doch schließlich gelang es dem Dirigenten und den "alten Hasen", die solche Aufnahmen bereits mitgemacht hatten, den Chor zu beruhigen. Nach drei Stunden war es dann geschafft: das Band war besungen, einige Sänger verließen skeptisch das Studio ("Wie würde die Platte wohl klingen?"). Gespannt erwarteten wir die Probeplatte, deren erste Seite angenehm überraschte und deren zweite Seite sogar Seltenheitswert besaß und mit einer Einlage des Dirigenten gespikt war. Die Hoffnungen auf eine gute Aufnahme hatten sich erfüllt! Nach der Aufnahme erlebten wir in Leuven  noch einen genügsamen Abend...
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"Das Ensemble verfügt über ein solch reiches Repertoire für die Weihnachtszeit, dass sich eine Aufnahme zum Stichwort Weihnachten in der Stadt anbot", meinte der amtierende Präsident Joseph Kockartz anlässlich der Vorstellung von Langspielplatte und Tonkassette im November 1978.
In der Pfarrkirche von Xhoffraix (nahe Malmedy) entstanden die Aufnahmen zu dieser Langspielplatte unter der Leitung von Ferdinand Frings. Es handelt sich nicht, wie man zunächst vermuten könnte, um eine typische Männerchorplatte. Bei der musikalischen Gestaltung ist man davon ausgegangen, mit Gesang und Instrumentalmusik für jeden Geschmack etwas zu bieten. Dazu sicherte man sich die wertvolle Mitarbeit des aus dem Limburgs Symphonie Orkest stammenden Ensembles Pierre Colen. Der verantwortliche Leiter zeichnete auch für die musikalischen Untermahlungen in Komposition und Ausführung verantwortlich. Weiter wirkten mit: der Raerener Kinderchor (Einstudierung Bruno Hellemanns), die Musiker Miel Delnoye (Querflöte), Hans-Georg Reinertz (Orgel) sowie die Gesangssolisten Jacqueline Jacobs (Mezzosopran) und Ferdinand Frings (Bass).  Das Coverfoto machte übrigens der Eupener Fotograf Werner Fischer, ehemaliger Chorbruder.

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Unter dem Leitgedanken "Vereint für eine gute Sache" fand am Sonntag, 28. November 1993 im Rahmen einer Konzertmatinee im Eupener Hotel Ambassador als Benefizkonzert zugunsten der Josephine-Koch-Stiftung statt. Bei dieser Gelegenheit stellte der Marienchor seine neue CD vor, die Chormusik aus fünf Jahrhunderten enthält.  Nach der Langspielplatte "Weihnachten in der Stadt" präsentiert der Chor nun mit der CD-Produktion "A Cappella" einen Querschnitt seines aktuellen Konzertprogramms. Die insgesamt 21 Titel umfassen stilistisch und inhaltlich sowohl geistliche als auch konzertante weltliche Werke - vor allem aus dem Umkreis der Romantik, sowie unterhaltsame Vokalwerke aus dem Bereich der sogenannten" leichten Muse". In seiner Ansprache betonte Chorpräsident Joseph Kockartz, dass es dem Chor eine besondere Freude sei, mit diesem Benefizkonzert sowie mit einem Teilerlös des Tonträger-Verkaufs der Josephine-Hoch-Stiftung eine echte Unterstützung zur Verwirklichung ihrer Ziele bieten zu können.

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Im Jahre 1997 fanden die Aufnahmen zur CD "Die Eupener Komponistenfamilie Mommer" statt. Diese CD  wurde veröffentlicht im Rahmen der Tonträgerreihe "MUSICA SACRA" zwischen Maas und Rhein. In der Lontzener Pfarrkirche wurden unter den Dirigenten Ferdinand Frings und Heinz Piront zwölf Mommer-Kompositionen aufgenommen. Die Chronik verfasste Prof. Dr Alfred Minke.
Der Chronist schrieb den 29. August 1972, als die Eupener Sankt-Nikolaus-Kirche zum Treffpunkt der vielleicht größten Sängergemeinde in Ostbelgien in diesem Jahrhundert wurde. Sänger vorrangig aus Eupen, aber ebenso weit darüber hinaus, die Abschied nahmen von einem Mann, der die hiesige Gesangslandschaft geprägt hat wie kein zweiter vor oder nach ihm. Willy Mommer jun. war vier Tage zuvor, am 25. August, nach kurzer schwerer Krankheit aus dem Leben geschieden - im Alter von nur fünfzig Jahren, nach menschlichem Ermessen viel zu früh. Gerade deshalb freut es sicher, daß die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Musiker und Menschen bis zum heutigen Tag wach geblieben ist. Ein ehrwürdiges Gedenken, das in diesen Wochen auch wieder vokale Gestalt annahm - in Form einer Compact Disc, auf der der Königliche Männergesangverein Marienchor Eupen ein musikalisches Porträt der Eupener Komponistenfamilie Mommer nachzeichnete.
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Zu Beginn der Festlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Chores wurde am 28. November 2004 im Rahmen der traditionsreichen Konzertreihe „Weihnachten in der Stadt" die CD „O magnum mysterium" vorgestellt. O magnum mysterium! Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Hatte doch unsere Solistin Céline Scheen krankheitsbedingt absagen müssen und die CD war gerade am 26. November fertig geworden. Doch nun war alles vergessen. Zusammen mit der Solistin Sabine Conzen, den Pianistinnen Christiane Deneffe-Landresse und Marie Baudot, dem Blechbläserensemble Quattro lamiere probten wir um 17.30 Uhr ein erstes und letztes Mal. Unsere Jöngskere hatten logistisch hervorragende Arbeit geleistet. Die Kirche erstrahlte in einem rot-goldenen Blumenschmuck. Die Bilder der beiden Ehrendirigenten  Willy Mommer jun. und Ferdinand Frings schmückten den Chorraum und das vergrößerte Coverbild der CD den Altar. So durfte Präsident Heribert Kever die Zuhörer in einer überfüllten Pfarrkirche begrüßen. In passenden und einfühlsamen Worten ging er auf die,  für den Jubelchor schwierigen vergangenen Monate ein und lud das Publikum ein, mit  einem dankbaren und stolzen Chor zu feiern. In zwei Stunden wurde ein Bogen durch die CD gesponnen, erklangen klassische, adventliche und weihnachtliche Weisen. Die Solistin, Quattro lamiere und nicht zuletzt auch der Chor (34 Sänger) ließen ein rundum zufriedenes Publikum zurück, das darüber hinaus noch überaus großzügig für die gute Sache des Vinzenz-Vereins gespendet hatte.

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Unsere CD "Appellation Contrôlée" wurde im Rahmen der Feiern zum 100-jährigen Jubiläum anlässlich des Galakonzertes am 15. Oktober2005 vorgestellt. 39 Sänger betraten mit Dirigent Heinz Piront die Bühne des Eupener Capitol um das Festkonzert mit Auszügen aus der neuen CD zu eröffnen. Ein übervoller, bis über den letzten Platz besetzter Saal erwartete die Sänger. Und das Publikum sollte nicht enttäuscht werden. Der Chor und die beiden Solisten, die Sopranistin Hilde Coppé aus Gent und Bariton Florian Prey aus München, sowie die BegleiterInnen Christiane Deneffe-Landresse, Filip Martens und Birgitta Eila entführten das begeisterte Publikum durch die Welt des Liedes.  Für jeden musikalischen Geschmack war etwas dabei. Musikalische Höhepunkte waren sicherlich der Auftritt der Sopranistin, die mit ihrer einfachen, kultivierten, äußerst musikalischen Präsentation das Publikum verzauberte. Begleiter und Sängerin verschmolzen zu einer Einheit.  Dem in nichts stand sicherlich das von Solistin, Chor und Begleiterin Christiane Deneffe vorgetragene Ständchen. Hier stimmte die Chemie schon nach wenigen Tönen bei der Probe im späten Nachmittag. Es war wieder einer jener kostbaren Gänsehaut-Augenblicke.



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