Ferdinand Frings - Kgl. MGV Marienchor Eupen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Ferdinand Frings

Über uns > Musik
1934-1999

Dirigent und Solist


Nach bemerkenswerter 25-jähriger Chorleitung legte Ferdinand Frings am 25. Oktober 1997 legte Ferdinand Frings den Dirigentenstab nieder.
Nach Robert Mommer, Willy Mommer Senior und Willy Mommer Junior geht Ferdinand Frings als vierter Dirigent in die Geschichte des Marienchores ein.
Nach dem Tod von Willy Mommer jun. im August 1972 trat er bereits im Oktober desselben Jahres die Nachfolge an.
Während 25 Jahren hatte Ferdinand Frings die musikalische Geschichte des Marienchores geschrieben: mit einem vielseitigen Sachverstand, mit einem sicheren Gespür für Klang und Interpretation hat er „seinen“ Chor von 1972 bis 1997 geleitet.
In der Werksauswahl hat er zugleich das Erbe seiner Vorgänger Willy Mommer Senior und Junior gepflegt, dem Chor neue Stilrichtungen erschlossen und seine eigene Erfahrung als Opernsänger eingebracht. Seine stilgetreuen Bearbeitungen von Werken der russisch-orthodoxen Liturgie für Männerchor bilden nun selbst ein dauerhaftes Erbe. Zu den größten Erfolgen des Chores unter der Leitung von Ferdinand Frings gehören die Teilnahme an „Nabucco“ an der Lütticher Oper, die erste Einstufung des Chores als Amateurkunstvereinigung mit besonderer künstlerischer Auszeichnung, die Konzerte in Ungarn und in der Tschechoslowakei, die Tonaufnahmen…. Und sein Abschiedskonzert am 25. Oktober 1997.
Opersänger und Gesangspädagoge
Ferdinand Frings absolvierte seine Studien am Konservatorium von Maastricht. Nachdem er das Diplom als Opernsänger erlangt hatte, gehörte er der Zuidnederlandse Opera als Bassist an. 1974 erhielt er am Konservatorium von Maastricht seinen Abschluss als Gesangspädagoge. Danach studierte er Dirigat, unter anderem bei Rinus Voorberg, Leiter des NCRV-Chores Hilversum, und bei Joseph Besselincks.. Ferdinand Frings hat sich im Laufe der Jahre ein Renommee erworben, das einem ausgezeichneten Musiker gehört.
Weitere Infos:
Bekanntheitsgrad
Dass dem Marienchor ein künstlerischer Leiter vorstand, der selber aus dem Gesangsbereich kam, ist dem Chor im Laufe der Jahre sehr zugute gekommen. Davon zeugt nicht zuletzt auch der Bekanntheitsgrad, den der Marienchor weit über die Grenzen Ostbelgiens erworben hat. Unter Ferdinand Frings gelangte der Chor bei Einstufungswettbewerben immer wieder in die höchste Kategorie.
Weitere Infos:
Hohe Ansprüche
Diese Anerkennung dürfte wohl Beweis genug dafür sein, dass der Marienchor unter Ferdinand Frings zu hohem Ansehen gekommen ist Die intensive Probearbeit, die der Chorleiter den  Sängern abverlangt hat, trägt während vieler Jahre ihre Früchte.
Das Steckenpferd des Dirigenten ist seit jeher die russisch-orthodoxe Kirchenmusik. Aber ganz im Sinne seines Vorgängers Willy Mommer jun. führte Ferdinand Frings die Tradition eines weitgefächerten Repertoires fort. In manchen Jahren wurden mehr als 80 Chorwerke einstudiert und es standen bis zu 50 Auftritte an. Von Hobbysängern wurde demnach jede Menge verlangt.
Höhepunkte
Neben regelmäßigen Auftritten in Ostbelgien, in Deutschland und in den Niederlanden gehören zweifelsohne auch die Konzertreisen nach Ungarn (1981), Wales (1984), Tschechoslowakei (1989) und an den Bodensee (1995) zu den Höhepunkten, die der Chor unter Ferdinand Frings erleben durfte. Aber auch an die Mitwirkung bei der Aufführung der Verdi-Oper Nabucco an der Kgl. Oper der Wallonie in Lüttich vor  insgesamt annähernd 36 000 (!) Zuschauern (1991) denkt man in den Reihen des Chores gerne zurück. Regelmäßige Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen im In- und Ausland sorgten für weitere Höhepunkte. Glanzpunkt war aber auch die allererste Anerkennung als „Amateurkunstensemble mit besonderer künstlerischer Auszeichnung“ im Jahr 1992. Unter Ferdinand Frings kamen drei Tonträger zustande : die Langspielplatte Weihnachten in der Stadt, die CD Marienchor a cappella und die CD Die Eupener Musikerfamilie Mommer.
Weitere Infos:
Gala zum Abschied
Am 25. Oktober 1997 veranstaltete der Marienchor im Eupener Jünglingshaus zu Ehren von Ferdinand Frings ein großes Galakonzert zu seinem Abschied. Nach 25 Jahren nahm ein großartiger Musiker und Pädagoge Abschied von seinen Sängern. Lange war ihm der verdiente Ruhestand leider nicht gegönnt. Am 09. Juni 1999 starb er nach langer und schwerer Krankheit.
Weitere Infos:
Wichtiger als alle Erfolge ist unsere lebendige Erinnerung an Konzertmomente, in denen ein besonderer Geist den Chor und das Publikum verzauberte – heilige Momente der Chormusik, für die Herr Frings unser besonderer Dank gilt.
Herr, weck‘ mich nach Gefallen,
da droben oder hier
(Abendlied, Willy Mommer Junior)

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü