Garnstock_Franziskus - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Garnstock_Franziskus

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Marienchor und die Franziskaner vom Garnstock-Kloster
Eine feste Beziehung

Seit vielen Jahrzehnten unterhält der "Marienchor der Klosterkirche" - so seine ursprüngliche Bezeichnung - eine enge Beziehung zum Kloster der Franziskaner am Garnstock, einem ehemaligen Kolleg für angehende Brasilien-Missionare.
Bis in die 1960-er Jahre lud der Chor die am dortigen Kolleg unterrichtenden Patres in seine Gottesdienste in der Klosterkirche ein, um von der Kanzel aus den Gläubigen offen, direkt und spannend ins Herz zu predigen. Unvergessen bleiben die Predigten des Bruders Heribert. Bei Konzertveranstaltungen des Chores übernahmen die Franziskaner sogar wiederholt und gekonnt die Konzertmoderation.
Christmette um 4 Uhr in der Frühe
Seit den 1950er Jahren gestalteten Marienchor-Sänger die Christmette an Weihnachten, zuerst um 4 Uhr morgens, ab 1972 dann zur mitternächtlichen Stunde - bis 1999. Für die Nachbarn der Weiler, Overoth, Röreken, Stockem und der Hochstraße, ja für die Christen in der nahen und fernen Umgebung war die mitternächtliche Christmette ein Höhepunkt in ihrem geistlichen Leben.
Willy Mommer jr. ließ gerne nach dem Ende der  Feier und dem obligatorischen Stille Nacht noch Schuberts Abendrot intonieren. Für jene, die es erlebten, gehörte dies zu den ganz besonderen Momenten des Weihnachtsfestes. Der Garnstock und seine Krippe standen so über viele Jahre für Weihnachten mit dem Marienchor – bis zuletzt im Jahr 1999. Der älteste weihnachtliche Termin galt der Erfüllung der ureigensten Aufgabe des Chores, die des Kirchenchores an  der  Klosterkirche. Am ersten Weihnachtstag erlebte eine immer bis auf den letzten Platz gefüllte Marienkirche so den Lobgesang - bis zuletzt im Jahre 2014.
Franziskus von Assisi - Der Heilige, um den es geht!
Ein Zeugnis
Franceso d’Assisi wurde im Jahr 2000 vom Time Magazine zum Mann des Jahrtausends gewählt. Der Heilige Franz von Assisi ist der beliebteste und bekannteste Heilige der Katholischen Kirche. Wenige haben wie er Spiritualität und Glauben geprägt, wenige eine so starke und lang anhaltende Bewegung gegründet. Der wahre Grund ist aber wahrscheinlich, dass wenige Menschen Jesus so nahe gekommen sind, wie er. Wir sehen in dem mittelalterlichen Asketen und Prediger ein Bild, wie Jesus 1.000 Jahre nach Christus gelebt haben könnte. Oder vielleicht besser: Wie ein Leben 1.000 Jahre nach Christus aussehen müsste. Und das ohne moralinsaure Botschaft. Der Heilige ist freundlich und macht uns kein schlechtes Gewissen, er zeigt uns christliches Leben in aller Radikalität, Friedlichkeit, Freiheit, Anspruchslosigkeit in Sachen Macht etc. Damit gibt er uns den perfekten Ort für Treffen zum Thema Frieden: Seine Stadt, Assisi. Sein Leben und das seiner Mitstreiter Clara und der erste Franziskaner – so fern es uns auch sein mag – ist immer noch stark genug, das meiste von dem auszudrücken, warum die Vertreter der Religionen und nicht nur sie nach Assisi kommen.
Franziskus ist schlicht und einfach entwaffnend. Papst Johannes Paul II. beim ersten Assisi-Weltgebetstreffen, 1986: „Das ist die ständige Lehre von Assisi: es ist die Lehre des hl. Franziskus, der für uns ein anziehendes Ideal verkörpert; es ist die Lehre der hl. Klara, seiner ersten Schülerin. Es ist ein Ideal, das sich aus Sanftmut, Demut, einem tiefen Gefühl der Nähe Gottes und der Bereitschaft, allen zu dienen, zusammensetzt. Der hl. Franziskus war ein Mann des Friedens.“
Phänomen besonderer Art
Dazu Buchautor und Nachbar Freddy Derwahl in einer Zeitungskolumne : "... Unvergessen bleibt die mitternächtliche Christmette, die der Marienchor Jahrzehnte lang zu einem besonderen Erlebnis gestaltete: noch bis zum Tod von Willy Brüll wartete eine Menschenschlange ab 23 Uhr in der Kälte auf Einlass; in einer Zeit abstürzender Kirchenbesuche ein Phänomen besonderer Art...."
Für Frieden in der Welt
Auch nachdem die Patres das Kloster im Jahr 1977 verlassen haben, beten die Menschen in der Garnstock-Klosterkapelle weiter für den Frieden und die Erneuerung im Geist des Hl. Franziskus. Am Gedenktag des Heiligen, am 4. Oktober, gestalten Marienchor-Sänger mit Auszügen aus dem Messgesänge-Repertoire den Gottesdienst, zu dem sich immer wieder zahlreiche Gläubige einfinden.  

Marienchor-Gesänge 2016
18.45 Uhr: musikalische Einstimmung
  • Mae-e : K. Sato
  • Spaseniye sodelal (P. Chesnokov)
19.00 Uhr: Gottesdienst
  • If ye love me (Th. Tallis)
  • Psaume 121 (D. Milhaud)
  • Hallelujah (L. Cohen)
  • Bleib bei uns, Herr (W.H. Monk/ Arr. N. Hove)
  • Baba Yetu (C. Tin)
  • An Irish blessing (Trad.Irland/Satz: H. Piront)

Franziskuswoche 2016
Die Eupener Künstlerin Petra Michel-Neumann hat mit Franziskus-Freunden und in Zusammenarbeit mit dem Bergviertelkomitee Ephata, eine Franziskuswoche initiiert und ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
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