Grand-Marchin - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Grand-Marchin

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Mathieu Neumann in Marchin
Zu Gast beim Cercle Royal d’Histoire et de Folklore
Auf Einladung des "Cercle Royal d'histoire et de folklore" gestaltete der Chor unter der Leitung von Heinz Piront am Samstag, 10. Juni ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche von Grand-Marchin. Das Eupener Ensemble brachte 16 Chorwerke aus seinem aktuellen Repertoire zum Vortrag. Während im ersten Konzertteil mit Werken von Chesnokov, Mauersberger, Milhaud, Biebl und Tallis das geistliche Liedgut im Mittelpunkt stand, präsentierte der Chor im zweiten Teil eine bunte Palette mit Werken aus alter und zeitgenössischer weltlicher Chorliteratur in fünf Sprachen. Gespannt erwarteten die Besucher die Erstaufführung von Mathieu Neumanns „Feuerreiter“, nach einer Ballade von Eduard Mörike.

Publikum und Chor genossen gleichsam
Der gut besuchte kleine Kirchenraum im klassierten "Gotteshaus auf der grünen Wiese" mit seinem gedrehten Glockenturm bot in der frühlingshaften Spätnachmittagssonne angenehme Rahmenbedingungen zu einer gelungenen Verschmelzung von Chor und Konzertgästen. Es war eines dieser Konzerte, von denen im Nachhinein ein besonders positiver Nachgeschmack blieb: freundlicher Empfang, offene Begegnungen, beeindruckender Konzertort, zwangloses und lockeres Verhältnis zu den Konzertbesuchern und das Gefühl als Chorgemeinschaft ein gutes Gesamtwerk abgeliefert zu haben. Die Akustik der Kirche erlaubte feine Pianissimi und trotzdem auch Forte-Passagen in einer guten Klangfülle, ohne in den Forti den Klang zu erdrücken. Besonders das siebenstimmige Ave Maria von Biebl erzeugte durch seine Dynamik einen Gänsehauteffekt. Selbst der nicht für jedermann gefällige Psalm 121 wurde gut interpretiert und gefiel den aufmerksamen Zuhörern. "Baba Yetu", ein Vater Unser auf Wsahili, mit Percussion und Solipassagen gefiel sehr gut in Rhytmus und Effekten. Das Negro-Spiritual "My soul's been anchered in the Lord" war sehr effektvoll vorgebracht. Nach Grétry's "Le Rossignol" stellten Veranstalter, Konzertbesucher, Chorleiter und Sänger übereinstimmend fest: da hat größtenteils alles gut gepasst! Die intensive Arbeit von Chorleiter und Chorbrüdern beim Probe-Wochenendseminar in Villers-Sainte-Gertrude erbrachte reiche Ernte!
Der gastgebenden Vereinigung "Cercle Royal d'histoire et de folkore" gebührt die Anerkennung, bei ihrem vierten Frühlingskonzert zahlreiche, zufriedene und chorbegeisterte Besucher im kleinen denkmalgeschützten Wiesenkirchlein versammelt zu haben.
Freudig erwartungsvolles Auditorium
Präsident Etienne Grégoire und Koordinator Pierre Delvaux sorgten außerdem dafür, dass es den Chorbrüdern "an nichts fehlte". Sogleich beim Eintreffen der Chorbrüder auf dem parkähnlichen Dorfplatz umgeben von typischen Hesbengauer Landhäusern - teils liebevoll und fachmännisch restauriert - schaffte die herzliche Begrüßung des Präsidenten Grégoire erste Kontakte.
Nach einem ersten Kontakt im Dezember 2015 anlässlich eines Marienchor-Weihnachtskonzertes in der Pilgerkirche des Marienwallfahrtsortes Moresnet begannen die ersten Vorbereitungen. Dank einer breitgefächerten medialen Bewerbung des Konzertes im Vorfeld war die Bestuhlung des Kirchenraumes vorzeitig besetzt: ein freudig erwartungsvolles Auditorium erwartete den Auftritt des Chores. Im Anschluss an das gut zweistündige Konzert wurden die freundschaftlichen Verbindungen bei Fingerfood und einem kühlen Glas Bier gefestigt und die Hoffnung auf ein Wiedersehen zum Ausdruck gebracht.
"Vous êtes tout simplement fantastiques!"
"Merci de votre acceuil chaleureux ainsi que pour l'organisation de cette fin d'après-midi musicale dans un cadre réellement exceptionnel. Le directeur de notre chorale et tous les chântres vous en remercient cordialement. Et par cette même occasion, permettez-nous de vous le confier: notre intérêt à vour rejoindre pour une future prestation concertante en période d'avent ou de Noël reste ouvert...."
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Ein Blick in die Geschichte des Chores lässt erkennen, dass Mathieu Neumanns Kompositionen in den Anfangsjahren bereits für anerkennende musikalische Leistungen gesorgt haben. So errang das Marienchor-Soloquartett mit „In Epiphaniae Domini“ am 19. Oktober 1913 in Heerlen(NL) beim „höchsten Ehrenwettbewerb“ den ersten Preis bzw. Höchstehrenpreis der Königin Juliana von Holland.
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