Happy Birthday - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Happy Birthday

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Ehrenmitglied Herbert Egyptien hat am 10. Januar 2014 sein 80. Lebensjahr vollendet.
Die gesamte MCE-Chorfamilie gratuliert zum runden Geburtstag und wünscht ihm von Herzen weiterhin eine gute Gesundheit und zahlreiche glückliche Jahre an der Seite seiner Ehefrau Waltraud.
Dankbar und in Hochachtung erinnern wir uns an die vielen gemeinsamen Jahre und Begegnungen im Rahmen der MCE-Aktivitäten und im gesellschaftlichen Leben des Chores.

Vivat!

Anekdoten und Geschichten aus einer 57-jährigen MCE-Chorsänger-Laufbahn


So wie in seiner Fußballmannschaft stand  er auch beim Singen  stets „hinten drin" und sorgte dafür, dass die „Bude sauber blieb".
Als Linksaußen im ersten Bass konnten ihm selbst die kühnsten zweiten Tenöre nicht in die Stimmbänder grätschen.  
Zuverlässig war er, pünktlich, sicher, fair. Ein echtes Mannschaftsprofil!
Und wenn ihm danach war, konnte er auch frei raus und unverblümt jedem seine Meinung sagen.  Und danach war es auch dann auch wieder gut!   Das Singen hat er bei Alfons Sistenich und später bei Hubert Vanaschen erst so richtig gelernt.  Singen war und ist sein Leben!
Chorausfahrten halten bis heute bei Herbert einen besten Stellenwert. Seine erste führte ihn 1958 unter Dirigent Willy Mommer jun.  sogleich zur Weltausstellung nach Brüssel. Stimmgewaltig soll er das Atomi um gesungen haben!
Und wer Chorausfahrten erwähnt, denkt zwangsläufig an Erinnerungen. Und wer Erinnerungen sagt, denkt an Archiv.  Ihr glaubt es nicht, aber  im Hause Egyptien schlummern Chor-Kostbarkeiten, die jedes Liebhaberherz höher schlagen lassen.  Das hier mit gewissenhafter Genauigkeit und Gespür für Erhaltenswertes sauber und geordnet abgelegte Text- und Bildmaterial befindet sich mitunter noch nicht einmal in unserem eigenen Nachlass.
Ausfahrten waren Herbert sehr wichtig, weil sie die Chorgemeinschaft immer wieder neue festigten.  Hier waren beispielsweise die beruflichen Vorgesetzten ganz natürliche Sangesbrüder. Wie sagt Herbert zutreffend: „…Und bei Ausfahrten spürte ich besonders,  dass alle gleich waren…"
Herbert hat dem Marienchor fast auf den Tag genau 57 Jahre lang die Treue gehalten und erheblich mit dazu beigetragen, dass er chormusikalisch und menschlich in der Öffentlichkeit auf hohem Niveau stand und steht.
Auch wenn er, wie er sagt „ stets alles gerne mitmacht hat, aber niemals in den Vorstand wollte", Herbert war ganz einfach da.
Übrigens so ganz ohne Verantwortung war er nun doch nicht: in den fünfziger Jahren gab es eine lange Zeit, in der Herbert …. der Fahnenträger des Chores war!
Diese Verantwortung nahm er ganz besonders ernst; sah man ihn bei kleinen und großen Umzügen oder zu den verschiedensten Anlässen stets die Chorfahne tragen - aufrecht und mit Würde.  Das war so echt sein Ding!  Der Chronist weiß beispielsweise von einem Festzug in Gemmenich, wo Herbert einem Anfall von Übermut erlag und die schwere Vereinsfahne mit einer – noch dazu ausgestreckten - Hand durch das ganze Dorf getragen hat…

In den letzten Jahren kam bei Herbert zusehends die Einsicht, dass er kein Freund des auswendig Singens und der fremdsprachigen Stücke ist.
Zurückblickend auf seine einzigartige Sängerlaufbahn gibt Herbert unumwunden zu, dass seine Lieblingsgesänge stets lustige und gesellige Lieder waren; Friedrich Silcher und Franz Schubert zählten zu seinen Lieblingskomponisten.  Aus der Zeit, als der Chor mit Opernrepertoire glänzte, hat er ebenfalls allerbeste Erinnerungen.


Lieber Herbert,
Deinem eigenen Wunsch entsprechend verbringst Du von nun an den Donnerstagabend mit anderen Menschen und Dingen, die Dir Inhalt bedeuten und Freude machen.
Nachdem ich ein wenig Einblick in Euer Zweisamkeitsleben nehmen durfte, weiß ich, dass noch zahlreiche interessante Aufgaben und Begegnungen auf euch warten.
So ganz werden wir Sangesbrüder wohl nie voneinander lassen können; dazu waren die gemeinsamen Stunden einfach zu kostbar.


Als Zeichen unserer Anerkennung;

  • als Ansporn, unsere Begabungen und Talente stets zu pflegen;

  • als Aufforderung unsere sozialen Kontakte untereinander nicht abklingen zu lassen;

  • als Dank für Dein bisheriges Leben mit und unter uns

nennen wir Dich ab heute „Ehrenmitglied".

Herzlichen Glückwunsch!

Aus der Laudatio vom 09. Januar 2011

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Zum Andenken

Sehr gerne hätten wir ebenfalls unsere verstorbenen Chormitglieder - Chorleiter Ferdinand Frings und Sascha Fischer - in unsere Mitte genommen, um mit ihnen ihren runden Geburtstag zu feiern.

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