Höchstehrenpreis der Königin Wilhelmina von Holland - Bericht im "Nieuwe Limburger Koerier" - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Höchstehrenpreis der Königin Wilhelmina von Holland - Bericht im "Nieuwe Limburger Koerier"

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Über den am 19. Oktober in Heerlen veranstalteten Gesangswettstreit, bei dem das bekannte Soloquartett des hiesigen Marienchors so glänzend abschnitt, bringt der „Nieuwe Limburger Koerier" einen ausführlichen Bericht, dem folgendes entnommen sei:
Am Sonntag fanden nicht weniger als vier Wettstreite statt: einer für Soloquartette, einer für Doppelquartette, ein Ehrenwettstreit und ein Höchstehrenwettstreit. An dem Wettstreit für Soloquartette nahmen nachstehende Vereine teil: Krullsches Soloquartett Aachen, Rheinisches Soloquartett Köln-Ehrenfeld,  Soloquartett Rheingold Würselen, Lyrisches Soloquartett Eupen, Soloquartett Bineta Köln-Ehrenfeld, Mastrichts Solokwartet Maastricht, Horbacher Soloquartett Horbach, Solokwartet St. Caecilia Haelen und Solokwartet Amicitia Hilversum.  
Die Eupener sangen Beethovens „Vesper" und ein Wiegenlied von Bungard. Schöner als von diesen Sängern haben wir „Die Vesper" nie gehört, und das Wiegenlied klang wie eine Dichtung, wie ein Traum. Welches Prachtgeläut und welche Einheit! Das Urteil der Schiedsrichter lautete: Eupen: 1. Preis, Köln-Ehrenfeld 2., Würselen 3. Haelen 4., Maastricht 5, Aachen 6.
An dem Wettstreit für Doppelquartette beteiligten sich sechs Vereine aus Aachen, Köln-Ehrenfeld, Kohlscheid, Hilversum, Roermond und Nimwegen. Das Ergebnis war: Aachen 1., Köln-Ehrenfeld 2., Hilversum 3., Nimwegen 4., Roermond 5a und Kohlscheid 5b.
Bei dem Ehrenwettstreit hatten die beteiligten Quartette den aufgegebenen Chor von Smeets zu singen. Das Urteil der Schiedsrichter lautete dahin, dass eigentlich kein Verein den ersten Preis verdient habe, dass aber, abgesehen hiervon, die Preise folgendermaßen zu verteilen seien: für Soloquartette 1. Köln-Ehrenfeld, 2. Eupen, 3. Krullsches Soloquartett; für Doppelquartette: 1. Nimwegen, 2. Aachen, 3. Köln-Ehrenfeld und Roermond (durch das Los fiel dieser Preis Köln-Ehrenfeld zu).
Mit Spannung sah man den abends 9 Uhr beginnenden höchsten Ehrenwettbewerb entgegen. Zur Teilnahme hieran waren die Solo- und Doppelquartette verpflichtet, die in ihren Klassen einen 1., 2. oder 3. Preis davongetragen hatten, sowie die im Ehrenwettstreit preisgekrönten Vereine. Die vier Eupener Sänger hatten es gewagt, für diesen Hauptwettstreit Neumanns „In Epiphania Domini" zu wählen, für ein Quartett keine Kleinigkeit! Prachtstimmen, die ihrer Sache sicher sind, das ist unser Gesamteindruck dieser hervorragenden Leistung! Rüstig, stimmungsvoll sang das Krullsche Quartett Uttenhofers „Abendfeier"; „Am Ammersee" gesungen von Köln-Ehrenfeld, stand noch höher, aber Eupen behielt den Preis.
Dann folgten die Doppelquartette, wofür der Preis dem Aachener Doppelquartett „Urbs Aquensis" zuerkannt wurde. Die Eupener Sänger gaben, ermutigt durch ihren Erfolg, noch eine Bravournummer zum besten. Damit waren die Wettstreite beendet.
Dann fand im „Hotel du Nord" die Preisverteilung statt, wobei bei Übergabe der Medaillen S.M. der Königin von Holland und S.M. der Königin Mutter mehrere Hurrarufe durch den Saal erklangen. Herr Wertz, 2. Tenor des Eupener Quartetts, dankte für die diesem zuerkannte Medaille der Königin von Holland und sprach auch den Preisrichtern seinen Dank für ihre Unparteilichkeit aus.

© Korrespondenzblatt des Kreises Eupen  


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