Probeseminar 2014 - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Probeseminar 2014

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Wenn Partitur-Fragmente zusammenwachsen …

In 15 Stunden intensiver Probearbeit erarbeiteten die MCE-Chorbrüder am zweiten Oktoberwochenende in der stimmigen Abgeschiedenheit der Provinzialdomäne von Schloss Wégimont, Soumagne, neue Gesangsstücke für die anstehenden Konzertverpflichtungen und insbesondere für die kommende Advents- und Weihnachtszeit. An gleicher Stelle trafen sich Studenten der Katholischen Universität Löwen (Abteilung Wirtschaftswissenschaften aus Mons) zu einer Klausurtagung. Am Abend erlebten beide Gruppen einen angenehm entspannenden Tagesausklang.


Sänger Gaëtan Lejoly, Tenor II, erlebte, wie aus dem Einstudieren von auseinander genommenen Partitur-Fragmenten der Aufbau eines Gesangsstücks mit und mit ersichtlich und begreifbar und wie nach dem Erlernen der Noten spürbar ein Gefühl, eine Beziehung zum Stück aufgebaut wurde. Gaëtan  nahm zum ersten Mal an einem Probe-Wochenendseminar teil.
Lesen Sie hier einige Eindrücke:
Findest Du derartige Probe-Sondereinheiten sinnvoll?
Ja! Im Verlauf eines Probe-Wochenendes wird das neue Repertoire vertieft. Zudem wird die Chorgruppe spürbar zusammengeschweißt; ich hatte Gelegenheit, mir bis dahin weitgehend unbekannte Gesichter besser kennenzulernen.
Mit welchen Erwartungen gingst Du in dieses Probe-WE?
Ich wollte mir einen besseren Überblick über unser Gesangsrepertoire verschaffen. Zudem erhoffte ich, mehr Sicherheit beim Singen zu erlangen ,  da in den wöchentlichen Donnerstagsproben die Lieder manchmal etwas schneller durchgenommen werden. Beim im vergangenen Juni neu ins Repertoire aufgenommene Gesangsstück „Mae-e" war das allerdings anders: dieses Stück habe ich von Anfang an intensiv mit einstudieren können.
Das Weihnachtsrepertoire gehört zu unserem traditionellen Chorrepertoire. Was ist das Besondere daran?
Das Weihnachtsrepertoire dient mir und jedem Chorsänger zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Bereits im Verlauf der Probearbeit erkenne ich eine interessante Möglichkeit, mich auf diese Zeit einzustimmen.
Das Repertoire ist international, nicht nur auf Latein…
Latein finde ich besser ....


Das neue Repertoirestück "Sovet Prevechnii" von Pavel Chesnokov

Dieses Werk für Bass-Solo und Männerchor wurde anläslich des Festes Mariä Verkündigung komponiert. Dieses Fest hat für die russisch-orthodoxe Kirche eine große Bedeutung. Es bezeichnet die Jungfrau Maria als das reine Gefäß Gottes, in welchem der Erlöser Jesus Christus auf die Welt gebracht wurde. Die Jungfrau Maria wird in der orthodoxen Kirche als die Brücke zwischen Himmel und Erde verehrt, was sich auf zahlreiche Prophezeihungen beruft. Trotz des eher ernsten Charakters der Musik ist dieses Werk als ein freudiger Lobgesang zu betrachten.

In diesem Stück übernimmt unser Bariton Helmut Oedekoven einen Solopart. Wie begegnet er dieser neuen Herausforderung?

"(...) Jedes Solostück ist für mich eine Herausforderung. Sicher, die russischen Gesangsstücke liegen mir etwas besser. Ich hoffe, dass ich den Erwartungen der Sänger und des Chorleiters gerecht werde. Ich versuche mein Bestes! (...) "

Christoph Brüll, Tenor, hat als Mitglied der Musikkommission an der Zusammenstellung des diesjährigen Weihnachtsrepertoires mitgearbeitet.


Wo lagen diesmal die Schwerpunkte bei der Auswahl der teils neuen Gesangsstücke?
Das Weihnachtsprogramm hat in diesem Jahr nach längerer Zeit wieder einen höheren Anteil an Adventsliedern, die uns wirklich nach Weihnachten führen sollen. Wie üblich haben wir versucht, Lieder aus verschiedenen Epochen und Traditionen aufzunehmen. In diese Reihe passen auch die neuen Lieder, die wir seit Oktober einstudiert haben.


Unsere Tenöre Lothar Kirch und Hans Aussems unterstützten den Chorleiter in der Probearbeit
Um den Probe-Rhythmus zu beschleunigen, übernahmen die Chorbrüder Hans Aussems und Lothar Kirch in Absprache mit Chorleiter Heinz Piront vorbereitende Einstudierungsarbeiten mit den Tenorstimmen.

Wie ist das so, wenn man seine eigenen Chorbrüder dirigiert?

L.K.:
Ein sehr schönes Gefühl. Die sehr motivierten Chorbrüder helfen mir und respektieren mein Dirigat – auch wenn ich keine fundierte Ausbildung habe. Diese Arbeit erspart- im Gegensatz zur vierstimmigen Probe viel Warte- und Leerzeiten .
H.A.: Es ist mir seit langem ein Anliegen, unsere Probenarbeit effizienter zu gestalten, ohne zusätzliche Probezeiten für die Sänger und ohne zusätzliche Belastung der Chorkasse. So haben Lothar und ich schon vor einiger Zeit angeboten, ab und zu – koordiniert durch unseren Dirigenten Heinz - getrennte Proben beispielsweise  mit den Tenören durchzuführen.
Beim Probe-WE waren nunmehr erstmals mehrere getrennte Stimmproben unter Leitung unseres Dirigenten einerseits, sowie mit Lothar und mir andererseits angesetzt. Die Atmosphäre war durchweg gut und die programmierten Werke wurden fast vollständig geprobt. Die qualitative Leistungssteigerung bei den anschließenden "Tutti-Proben" wurde von allen Sängern zufrieden registriert.
Es war eine rundum positive Erfahrung für den Chor und auch für uns beide.



Link zur Website der Katholischen Universität Löwen (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in Mons)

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Probeklausuren sind Teil der MCE-Leistungsarbeit > Chor und Small Group

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MCE-Vizepräsident Jean-Marie Kohnen schaut zufrieden auf das Probe-WE zurück.
" (...) Zwei Momentaufnahmen werden mir in Erinnerung bleiben:

  • der Tagesablauf eines Probe-WE ist präzise geplant. Fünf Minuten vor der eingeplanten Pause fragen die Sänger den Dirigenten, diese kurze Zeit zu nutzen , um ein nächstes Lied zu verfeinern. Ehrgeiz eines Teams, das sich gefunden hat!

  • Am Abend  in der Bar: die Thekenlieder bleiben gepflegt… wie der Ausschank! Singen, lachen, plaudern, einer anderen Gruppe begegnen. Man liest die Zufriedenheit in allen Gesichtern!


Danke unserem Dirigenten und unseren beiden „Hilfsdirigenten" Lothar und Hans.

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