Robert Mommer - Kgl. MGV Marienchor Eupen

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Robert Mommer

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Gründer und erster Chorleiter
1844-1908



Robert Mommer war der Stammvater der bedeutenden Musiker- und Komponistenfamilie Mommer.
Sein Vater und sein Großvater waren Weber und Tuchhersteller.

Dies kann für die musikalische Entwicklung des jungen Mommer von Bedeutung gewesen sein, denn bekanntlich wurde in Weberkreisen der Gesang stark gepflegt.

Robert Mommer erlernte Klavier- und Orgelspiel, war aber auch Kontrabassist und Sänger.
Um 1870 spielte er den Kontrabass im Eupener Instrumentalverein und war gleichzeitig Sänger im Traditionschor Concordia.
1872 war er Vizedirigent dieses Chores.
Chorleiter
1873 übernahm er die Chorleitung des Cäcilengesangvereins von Baelen und 1880 auch noch die des Eupener Handwerkergesangvereins. Im gleichen Jahr kam es zu Spannungen in diesem Chor und es entstanden gleich zwei neue Chöre. Einer dieser neuen Chöre war der MGV Liedertafel, den Robert Mommer ein Vierteljahrhundert leitete. Zeitweilig übernahm er die Stabführung des Harmonie-Musikvereins Eupen und des Gesangvereins Liederkranz aus Welkenraedt. Über drei Jahrzehnte leitete er in Kettenis den Gesangverein Liederkranz. Gegen Ende seines Lebens leitete er den Arbeitergesangverein Eupen.
Marienchor-Gründer
Am 28. August 1905 gründete Robert Mommer im Alter von 61 Jahren den „Marienchor der Klosterkirche“. Er leitete den Männerchor leider nur für kurze Zeit bis zum Herbst 1907.
Organist
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit als Gesanglehrer war er während 17 Jahren Organist an der Bergkapelle in Eupen und anschließend während 12 Jahren an der Eupener Marienkirche.
Männerchortradition
Für Robert Mommer war die Musik nie Selbstzweck: er stellte sie voll und ganz in den Dienst Gottes. Er trug entscheidend mit dazu bei, die große Eupener Männerchortradition der letzten Jahrzehnte des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts über die Grenzen Eupens hinauszutragen.
Neue Entwicklung
Mit der Gründung des Marienchores leitete er an der Klosterkirche eine kirchenmusikalische Entwicklung ein, die während drei Generationen durch die Musikerfamilie Mommer getragen werden sollte. Seinen Kindern gab er das notwendige künstlerisch-musikalische Rüstzeug mit auf den Weg.
Zwei Kompositionen
Als Komponist trat er nicht sehr stark in Erscheinung. Von ihm sind nur zwei Werke bekannt: ein Adoro te , heute noch im Repertoire  des Marienchores, sowie ein Ave Maria, welches bis heute unauffindbar bleibt.
Verhängnisvoller Unfall
Nach einer Probe in Kettenis wurde er das Opfer eines Kleinbahn-Unfalles. Die gesundheitlichen Konsequenzen waren verheerend: er sollte sich von diesem Unfall nicht mehr richtig erholen! Im Herbst 1907 übernahm sein Sohn Willy Mommer sen. die Stabführung des Marienchor; später auch der anderen Chöre.
Robert Mommer verstarb am 23. Dezember 1908.
Lorbeerreis
In seiner Ausgabe vom 26. Dezember 1908 widmete ihm die Eupener Bürgerzeitung den „Lorbeerreis“, eine Auszeichnung, die sie allen bedeutenden Bürgern der Stadt Eupen verlieh.
In seiner Ausgabe vom 26. Dezember 1908 widmete ihm die Eupener Bürgerzeitung den „Lorbeerreis“, eine Auszeichnung, die sie allen bedeutenden Bürgern der Stadt Eupen verlieh.
Nachruf
Mit dem am 23. Dezember 1908 verstorbenen Herrn Musiklehrer Robert Mommer ist eine namentlich in Sängerkreisen weitbekannte Persönlichkkeit dahingeschieden. Der Verstorbene hatte sich die gediegenen Musikkenntnisse, durch die er im Laufe der Zeit eine Reihe von Gesangvereinen bei Wettstreiten zu Siegen führte, fast ausschließlich aus eigener Kraft erworben. Von Jugend auf schwärmte er für Musik, doch war es ihm erst in reiferen Jahren vergönnt, Klavier- und Orgelspiel zu erlernen und sich ganz seinem Lieblingsfache zu widmen. Leider war ihm die Ausführung seines Berufes schon seit Längerem infolge eines Unfalles nicht mehr möglich. Welcher Achtung sich der Verstorbene erfreute, bewie die außergewöhnlich hohe Anteilnahme an seiner Beerdigung. In dem fast unabsehbaren Leichenzuge waren nicht weniger als acht Besangvereine und der Harmonie-Musik-Verein vertreten, und unter den obwaltenden Umständen doppelt ergreifend wirkte das letzte Lied, das die zahlreichen Sänger ihrem früheren Lehrer und Leiter an seiner Gruft widmeten.
Quelle: Korrespondenzblatt des Kreises Eupen, 29. Dezember 1908
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